Gondelbahn Stöckalp-Melchsee-Frutt

Auftraggeber: Sportbahnen Melchsee-Frutt
Projektbearbeitung: 2011 – 2015

Durch den Bau der neuen Gondelbahn Stöckalp-Melchsee-Frutt gingen im Bereich der Bergstation wertvolle Lebensräume verloren. Gemäss Umweltgesetzgebung mussten für diese Lebensräume mindestens gleichwertige Ersatzmassnahmen erstellt werden. Im Auftrag der Sportbahnen Melchsee-Frutt übernahmen wir die Planung der Ersatzmassnahmen. Mit der Gestaltung von Steinlebensräumen, der Aufwertung eines Drainagegrabens in Flachmoorumgebung, sowie eines Seeufers entstanden wertvolle Lebensräume, welche den zerstörten Lebensraum im Bereich der neuen Bergstation ersetzen sollen.

Erneuerung Kraftwerk Kaiserstuhl des EWO

Auftraggeber: Elektrizitätswerk Obwalden
Projektbearbeitung: 2010 – 2014

Das Elektrizitätswerk Obwalden plante das Triebwassersystem von der Wasserfassung Kleine Melchaa (Kleines Melchtal) bis zum bestehenden Druckschacht Unteraaboden (Giswil) zur Wasserkraftnutzung in der bestehenden Zentrale Unteraa mit der Wasserrückgabe in den Lungerersee zu erneuern. Dazu wurde ein 740 Meter langer Schrägschacht mit 3 Metern Durchmesser, ein Reservoirstollen, die Schwall- und Apparatekammer sowie ein Zugangsstollen realisiert.
Im Auftrag des Elektrizitätswerks Obwalden übernahmen wir die Umweltbaubegleitung, bei welcher die Rekultivierung des deponierten Stollenausbruchmaterials im Gebiet Landhaus West in Giswil, sowie die Gestaltung des Umgehungsgerinnes bei der Fassung Grosse Melchaa im Zentrum standen.

Bau und Erweiterung von Amphibienweihern

Auftraggeber: Aufwertungsfonds Wichelsee:
Kraftwerk Sarneraa AG
Kanton Obwalden
Pro Natura Unterwalden

Projektbearbeitung: 2010 – 2013

Im Auftrag der Kommission erarbeiteten wir ein Konzept um die Verbindung von Wasserlebensräumen zwischen der Schlierenrüti und dem oberen Wichelsee zu verbessern.
Aufgereiht als ‚Perlenkette‘ wurden acht neue Weiher realisiert, sowie ein vorhandener Weiher nahe des Stauwehrs aufgewertet. Damit wurde eine wertvolle Ergänzung zur bestehenden Fischtreppe geschaffen. Durch Ausbaggern von bereits vernässten Stellen wurde das verfügbare Volumen vergrössert. Bei zwei Weihern war eine Abdichtung mit Bentonitmatten notwendig. Die restlichen Weiher mussten dank dem hohen Grundwasserspiegel nicht abgedichtet werden. Durch den Einsatz von Steinblöcken, Aushubmaterial, Ästen und Wurzelstöcken wurde der Lebensraum auf einfache Art aufgewertet.
Als Zielarten standen seltene Amphibienarten im Vordergrund, so der Fadenmolch, der Kleine Wasserfrosch und die Gelbbauchunke. Die gewählte Anordnung der Weiher nutzt einerseits vorhandene Strukturen. Gleichzeitig umgeht sie die wichtigste Barriere in der Längsrichtung des Tals, die Staumauer des Wichelsees.

Reusswehrmonitoring, Modul Amphibien

Auftraggeber: Anrainerkantone Vierwaldstättersee
Projektbearbeitung: 2008 – 2016

Ab Winter 2008 bis Sommer 2011 wurde im Rahmen des Hochwasserschutzes die Reusswehranlage in Luzern saniert und ausgebaut. Das Ziel war, den Abfluss aus dem See zu vergrössern und damit die Häufigkeit der Überschwemmungen zu reduzieren.
Die Art der Regulierung der Reusswehranlage beeinflusst Häufigkeit und Dauer von Hochwasserständen im Vierwaldstättersee. Der Seestand, sowie die landseitigen Grundwasserverhältnisse bestimmen das Angebot an Gewässern für das Ablaichen und die Entwicklung der Amphibien. Im und am Vierwaldstättersee liegen mehrere Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung, wie das Stansstaderried, das Steinibachried und das Urner Reussdelta.

Im Rahmen des Monitoringprogramms über mehrere Jahre bearbeiteten wir das Modul Amphibien. Die zentrale Frage des Moduls war, ob und in welcher Hinsicht die Fortpflanzungsbedingungen sowie die Amphibienbestände durch das veränderte Pegelregime beeinflusst werden.